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`!Libchavy`! (deutsch `*Lichwe`*, auch `*Lichwa`*, `*Lecha`* und 1227 `*na Lubhaue`* und `*Deutsch Lichwe`* genannt) ist eine Gemeinde im `F33f`_`[Okres Ústí nad Orlicí`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Okres_Ústí_nad_Orlicí]`_`f in Tschechien. Sie gehört zur Region `F33f`_`[Pardubice`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Pardubický_kraj]`_`f und liegt einen Kilometer nördlich der Bezirksstadt `F33f`_`[Ústí nad Orlicí`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Ústí_nad_Orlicí]`_`f (`*Wildenschwert`*).

>>Contents

• `F0af`_`[Geographie`#geographie]`_`f
• `F0af`_`[Geschichte`#geschichte]`_`f
• `F0af`_`[Partnerstädte`#partnerst-dte]`_`f
• `F0af`_`[Gemeindegliederung`#gemeindegliederung]`_`f
• `F0af`_`[Teilung und Zusammenlegung der Ortschaft`#teilung-und-zusammenlegung-der-ortschaft]`_`f
• `F0af`_`[Sehenswürdigkeiten`#sehensw-rdigkeiten]`_`f
• `F0af`_`[Literatur`#literatur]`_`f
• `F0af`_`[Einzelnachweise`#einzelnachweise]`_`f
• `F0af`_`[Weblinks`#weblinks]`_`f

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>>Geographie

Libchavy erstreckt sich über vier Kilometer in Nord-Süd-Richtung im Tal des Baches Libchavský potok (`*Lichwer Bach`*) von České Libchavy bis zu dessen Mündung in die `F33f`_`[Stille Adler`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Stille_Adler]`_`f. Die Gemeinde hatte im Jahre 2006 ca. 1.608 Einwohner und ist mit 2,214 km² die viertgrößte Gemeinde im Okres Ústí nad Orlicí.

>>Geschichte

Libchavy wurde erstmals 1227 als Wald `*Na Lubhaue`* (`*auf der Lubhau`*) schriftlich erwähnt. Die eigentliche Kolonisation des Ortes am Bach Lichwe entlang wurde zwischen 1265 und 1285 durch den `F33f`_`[Lokator`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Lokator]`_`f („Besiedlungsagenten“) `F33f`_`[Wilhelm von Dürnholz`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Dürnholz_(Adelsgeschlecht)]`_`f organisiert. Er warb nachweislich `F33f`_`[Ostfranken`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Austrasien]`_`f als Siedler, brachte sie an Ort und Stelle und teilte ihnen ihre `F33f`_`[Hufen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Hufe]`_`f zu. Von 1360 bis ins 17. Jahrhundert wurde Libchavy – vermutlich wegen der vielen deutschsprachigen Siedler – amtlich `*Deutsch-Lichwe`* genannt. Im Laufe der Jahrhunderte wechselten die Besitzer des Ortes. Neben zeitweisem `F33f`_`[Heimfall`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Heimfall]`_`f an die `F33f`_`[Krone`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Krone_Böhmen]`_`f bzw. an die `F33f`_`[Böhmische Kammer`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Böhmische_Kammer]`_`f sind als Besitzer verzeichnet: um 1360 `*Semil aus Brandeis`*, Burggraf von `F33f`_`[Landsberg`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Burg_Lanšperk]`_`f, um 1405 die `*Herren Slepky`*, um 1418 `*Johann Caglow`*, nach dem eine Mühle benannt worden war, ab 1502 die böhmische Adelsfamilie `F33f`_`[von Bubna`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Bubna_(Adelsgeschlecht)]`_`f, um 1623 `F33f`_`[Albrecht von Wallenstein`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Wallenstein]`_`f und kurze Zeit später Maria Magdalena `F33f`_`[von Lobkowitz`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Lobkowitz_(Adelsgeschlecht)]`_`f, die mit `F33f`_`[Jan Rudolf Trčka von Lípa`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Jan_Rudolf_Trčka_von_Lípa]`_`f verheiratet war. Sie verkaufte Libchaby 1624 dem Fürsten `F33f`_`[Karl I. von Liechtenstein`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Karl_I._(Liechtenstein)]`_`f, der es mit seiner Herrschaft `F33f`_`[Landskron`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Lanškroun]`_`f-Landsberg verband.

>>Partnerstädte

• Polen `F33f`_`[Strzelin`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Strzelin]`_`f (Strehlen), Polen`:cite-ref-2[`F5bf`_`[2`#cite-note-2]`_`f]

>>Gemeindegliederung

Libchavy besteht aus den Ortsteilen Dolní Libchavy (`F33f`_`[lateinisch`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Latein]`_`f Inferiori Lippavia) und Horní Libchavy (`F33f`_`[lateinisch`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Latein]`_`f Superiori Lippavia).

Aus dem ursprünglichen `*Deutsch Lichwe`* entstanden die drei Siedlungen `*Dolní Libchavy`* (Nieder Lichwe), `*Prostřední Libchavy`* (Mittel Lichwe) und `*Horní Libchavy`* (Ober Lichwe), die heute alle zu Libchavy gehören (im Gegensatz zu dem nahebei und nördlich gelegenen Dorf `*České Libchavy`* (Böhmisch Lichwe)). Außerdem gehören zu Libchavy noch der nordwestlich bei Horní Libchavy gelegene `F33f`_`[Weiler`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Weiler]`_`f `*Darilek`* und der bei Dolní Libchavy befindliche Weiler `*Cakle`* bzw. `*Cagel`* (`*Zackel`*).

>>>Teilung und Zusammenlegung der Ortschaft

Die Adelsfamilie von Bubna teilte das ursprüngliche `*Deutsch Lichwe`* in Nieder Lichwe und Ober Lichwe, wobei die Einzelheiten der Teilung je nach Quellenlage variieren. Einerseits soll `*Nikolaus von Bubna`* den langgestreckten Ort unter seinen drei Söhnen aufgeteilt haben. In anderen Quellen werden als Urheber der Teilung um 1588 `*Albrecht von Bubna`* und `*Johann von Bubna`* genannt. Mittel Lichwe entstand 1591 aus dem Verkauf des nördlichen Teils von Nieder Lichwe von Johann von Bubna an `*Hermann von Bubna auf Doudleb-Joleni`*. Der Ortsteil Darilek basiert auf einem `F33f`_`[Meierhof`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Meierhof]`_`f, den ursprünglich Albrecht von Bubna anlegen ließ und der 1793 in 14 Parzellen aufgeteilt wurde. Die Teilung der drei Orte Ober Lichwe, Mittel Lichwe und Nieder Lichwe wurde erst am 30. April 1976 durch eine Gebietsreform rückgängig gemacht. Bis in die heutige Zeit hat sich die Zusammenlegung im allgemeinen Sprachgebrauch nicht durchgesetzt. Nach wie vor werden die Namen `*Dolní Libchavy`*, `*Prostřední Libchavy`* und `*Horní Libchavy`* verwendet.

>>Sehenswürdigkeiten

Die `*Lichwer Kirche`* wurde 1802 an der Stelle einer 1585 erbauten und 1799 abgebrannten Holzkirche errichtet. Der Hochaltar der Kirche wurde 1936 aufgestellt, er verdeckt vollständig ein wandfüllendes Altargemälde mit dem Hl. Nikolaus von 1890, das auf eine Stiftung des Fürsten Johann von Liechtenstein zurückgeht. In beiden Weltkriegen mussten jeweils die Kirchenglocken abgeliefert werden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Pfarrei in Libchavy aufgegeben und die Gemeinde von Wildenschwert aus betreut, auch wurden keine neuen Glocken mehr beschafft. In kommunistischer Zeit blieben größere Renovierungen aus. Erst 1999 erhielt die Kirche wieder ein aus drei Glocken bestehendes Geläut.

>>Literatur

• Franz J. C. Gauglitz: `*Heimat Kreis Landskron. Heimatbuch für Stadt und Kreis Landskron.`* Zusammengestellt und bearbeitet. Zluhan, Bietigheim 1978.
• Hans Kaplan: `*Lichwe … eine selbständige Gemeindekirche im äußersten Zipfel des Schönhengstgaues.`* In: `*Schönhengster Jahrbuch.`* Bd. 48, 2002, `F33f`_`[ISSN`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Internationale_Standardnummer_für_fortlaufende_Sammelwerke]`_`f 0487-6598, S. 92–96.

>>Einzelnachweise

`:cite-note-1`!1.`! Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2023 (PDF; 602 kB)
`:cite-note-2`!2.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-2]`_`f `*Partnerství nadevše.`* In: `*Libchavy.cz.`* Abgerufen am 26. August 2021 (tschechisch).

>>Weblinks

Commons

: Libchavy

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

• Website der Gemeinde (mehrsprachig)

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